FAQ

Wie sieht die Unterstützung aus und was brauchen wir?

Problematisch ist die beginnende Heizperiode, denn natürlich sind längst noch nicht alle durch die Flut geschädigten Häuser wieder mit einer neuen Heizung oder Gastherme ausgestattet. Das ist jetzt ein sehr kritischer Zeitpunkt, denn die gerade per Bautrocker getrockneten Häuser, dürfen auf keinen Fall wieder feucht werden. Um hier überbrücken zu können, wären beispielsweise so genannte Katalyteöfen eine gute Möglichkeit. Das sind Gasöfen, die speziell für Innenräume ausgelegt sind und natürlich sachgemäß gehandhabt werden müssen. Die Idee von Alle unter einem Dach ist, den Iversheimern eine Anzahl der Gasöfen für die Häuser zu besorgen, in denen sie besonders dringend für eine konstante Innenraumtemperatur benötigt werden. Hierfür sind Sponsoren sehr herzlich willkommen.

Des Weiteren werden ganz dringend tatkräftige Mitstreiter für bauliche Tätigkeiten gesucht, die bereit sind die Ärmel hochzukrempeln und aktive Aufbauarbeit zu leisten. Hier würde sich Alle unter einem Dach sehr über aktive Beteiligung aus der Rheda-Wiedenbrücker Vereinslandschaft freuen. Gesucht werden vor allen Dingen Kundige für Maurer-, Putz-, Estrich-, Trockenbau- und andere Installationsarbeiten. Aber auch Trockenbauer und Heizungsmonteure werden dringend benötigt. Darüber hinaus sind aber auch Unterstützer für Handlangerarbeiten sehr willkommen.

Für ein Projekt in einer Patenfamilie, das uns ganz besonders am Herzen liegt, brauchen wir für eine erforderliche Baumaßnahme – Ausbau eines Nebenraumes als Wohnraum – einen Architekten, der das Ganze fachlich plant und begleitet. 

Was ist die nächste Aktivität?

Unter der Leitung von unserem Gründungsmitglied Ulrike Nowak-Heil bereitet sich der Chor cantiamo derzeit auf die Gestaltung des Gottesdienstes im Iversheimer Dorfsaal am Samstag, den 20.11.2021 vor. Neben der Leitung von cantiamo ist Die Idee für den Gottesdienst wurde auf der Rückfahrt eines Besuches von Alle unter einem Dach e.V. in Iversheim geboren.

Am 20. November startet cantiamo mit fast voller Besetzung nach Iversheim durch. Drei Kofferraumladungen Ausrüstung führen die Sängerinnen und Sänger mit sich, um den Gottesdienst in Iversheim bestens ausgestattet bestreiten zu können. Gesponsert wird die Fahrt von der Kirchengemeinde St. Clemens, die sich dankenswerterweise bereiterklärt hat, die Kosten für den Bus zu übernehmen. 

Der Gottesdienst findet im Iversheimer Dorfsaal statt, der seit der zerstörerischen Flut als Hilfezentrum für Betroffene im Ort dient, weil die Kirche ebenfalls dem Hochwasser zum Opfer gefallen ist und dort aktuell immer noch keine Messfeiern möglich sind. Das Iversheimer Pfarrheim wäre für eine solche Messfeier zu klein. 

Ulrike Nowak-Heil hat – in enger Zusammenarbeit mit der Iversheimer Pfarrei – den Gottesdienst vorbereitet. Die Iversheimer erwartet am kommenden Samstag um 17 Uhr ein Gottesdienst mit christlicher Popularmusik, man könnte auch sagen mit moderner sakraler Popmusik. »Es sind Lieder zum Nachdenken und Mitklatschen«, weiß Ulrike Nowak-Heil zu sagen und wird sogleich von ihren Sängerinnen und Sängern ergänzt: »Es sind auch Hoffnungsträger« und »Musik ist eine Brücke«.

Auch Peter Kolvenbach, Mitorganisator aus Iversheim, verbindet mit dem Gottesdienst gute Wünsche für seine Mitbürger aus Iversheim: »Ich denke, die Messfeier ist ein Moment, den man nutzen kann, um einfach einmal ein bisschen zur Ruhe zu kommen.«

Ruhe ist immer noch etwas, das viele Iversheimer in ihrem vom Aufbau bestimmten Alltag nicht so einfach finden können. Auch nach den langen Monaten seit der Flutnacht, ist bei vielen Betroffenen längst noch nicht wieder Normalität eingekehrt und das persönliche Leben vielen Bereichen immer noch von Einschränkungen und Ausnahmen stark geprägt. 
Hoffnung und Brücken, ob musikalisch oder menschlich, ist etwas, das durch die Verbindungen zwischen Iversheim und Rheda-Wiedenbrück immer weiter wachsen und gedeihen soll.